Bundespräsidentenwahl 2027
Anfang 2026 wurde in den Medien berichtet, dass im folgenden Jahr ein*e neue*r Bundespräsident*in gewählt wird. Ich fing an, darüber nachzudenken, wer das sein könnte – und vor allem: was für einen Menschen wir in dieser Zeit eigentlich brauchen. Dachte auch: wird Zeit für eine Frau. Mir war klar, dass wir jemanden brauchen, der*die glaubwürdig für die Demokratie kämpft und dabei die Menschen wirklich erreicht. Und dass das wohl niemand aus der Parteipolitik sein kann. Mir fiel niemand ein, der*die das erfüllt und gleichzeitig in der Breite der Gesellschaft Anerkennung fände. Ich ließ es erst mal ruhen.
Buchenwaldrede
Monate später, im April las ich von Hape Kerkelings Rede in Buchenwald und schaute sie mir an. Das klang präsidial. Ich kenne ihn nicht persönlich, bin auch kein Fan. An ihm kommt man nicht vorbei, auch wenn man kein Fernsehen schaut. Auf dem Jakobsweg sind mir viele Menschen begegnet, die durch sein Buch inspiriert wurden. Ich recherchierte weiter, und mehr und mehr wurde mir klar: Das passt. Das ist der Mensch fürs Amt. Die Idee zur Petition war geboren und auch schnell realisiert. Die Resonanz war anfangs bescheiden: Bis Anfang Juni gab es etwa 2.500 Unterzeichner*innen.
RTL-Bericht
Dann kam der RTL-Bericht, in dem Kerkeling dazu befragt wurde und sagte:
Vor zehn Jahren hätte ich Ihnen gesagt: Nein, das ist nicht möglich. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen – nach all dem, was in der Welt geschieht, und wenn ich mir angucke, wer so an der Spitze von Nationen steht: Ich schließe nichts mehr aus.
Virales Momentum
Der RTL-Bericht schlug ein. Stern und das ARD-Magazin Brisant berichteten, die Unterschriften stiegen sprunghaft. Dann kam eine dpa-Meldung – und bundesweit griffen über 120 Medien das Thema auf. Ein Instagram-Post der Tagesschau erhielt über 300.000 Likes. Mitte Juni hatte die Petition über 100.000 Unterstützer*innen.
Was passiert weiter?
Die Zahl der Medienberichte ist inzwischen zurückgegangen – aber täglich kommen weiterhin zwischen 500 und 1.000 neue Unterzeichner*innen dazu. Spannend wird sein: Wie reagieren die Parteien? Wie weit trägt das Momentum? Und wie hoch wird die Zahl am Ende steigen?