Jugendumweltbewegung
An meiner Schule gründete ich eine Umwelt-AG und wurde Teil des Netzwerks S.A.U. – Schüler*innen Aktion Umwelt. Gemeinsam hängten wir 1992 das Brandenburger Tor mit 50.000 Dosen zu, um gegen den wachsenden Verpackungsmüll zu protestieren. Parallel engagierte ich mich bei der BUNDjugend Berlin und verstand mich als Teil der damaligen bundesweiten Jugendumweltbewegung, die aus BUNDjugend, Naturschutzjugend, DJN, Projektwerkstätten und freien Initiativen bestand. 1993 war ich einer der Gründer der Jugendumweltzeitung Juckreiz, damit die Erde nicht abkratzt. Als erstes nicht-professionelles Medium wurden wir 1995 mit dem Umweltjournalistenpreis der Deutschen Umweltstiftung ausgezeichnet. Von 1995 bis zur Jahrtausendwende organisierte ich mit am Jugendumweltkongress Jukß.
Gegen Atomkraft
Ab 1997 schloss ich mich der Anti-Atom-Bewegung an: Bei X1000mal quer war ich an der Organisation der Sitzblockade am Verladekran beteiligt. Später arbeitete ich in der Redaktion der Zeitung Restrisiko mit, 2002 kettete ich mich gemeinsam mit anderen beim Castor-Transport an.
Psychologie
In Bremen habe ich Psychologie studiert und am Studiengang die Fachschaft mitgegründet. Gemeinsam haben wir in Kürzungszeiten durchgesetzt, dass der Studiengang ihm zustehenden Mittel auch bekam. Nach dem Studium war ich zeitweise Sozialarbeiter und arbeitete mit Familien und Geflüchteten.
ÖPNV und Bahn
Mein Interesse für den ÖPNV und die Bahn begann in der Grundschule. Zeitweise konnte ich das West-Berliner U-Bahn-Netz auswendig. Nach dem Mauerfall interessierte ich mich für die stillgelegten S-Bahn-Strecken und verfolgte die Reaktivierungsbemühungen. 2015 schloss ich mich dem Bahnstartup Locomore an. Ich brachte die öko-faire Ausrichtung, die Idee der Themenabteile und die Idee für eine Crowdfunding-Kampagne mit ein, die ich konzipierte und begleitete. Später war ich für die Social-Media-Arbeit verantwortlich und baute Teile des Kundensupports mit auf. Nach dem frühzeitigen Ende von Locomore gründete ich 2018 Einfach Einsteigen und verfolgte damit eine Idee, die mich schon lange beschäftigt hatte: umlagenfinanzierter, ausgebauter Nahverkehr. Seitdem arbeite ich mit einem engagierten Team in Bremen und Niedersachsen für besseren ÖPNV und mehr Schiene.
Bremen
Um die Jahrtausendwende verschlug es mich nach Bremen. Eine lebenswerte, vielfältige Stadt, das Dorf mit Straßenbahn. Ich bin geblieben. Heute ist es meine Wahlheimat.